Faszinierendes Kambodscha; Angkor, Dschungel und Meer, Kambodscha
Am Sonntagmorgen den 30.12.2007 brachen wir auf, um ein in Deutschland noch recht unbekanntes Land Asiens – Kambodscha – für uns zu entdecken. Unser Flug mit Gulf Air via Bahrain sollte uns nach Bangkok – das Tor Asiens – bringen, von wo aus wir unsere individuell geplante Reise in viele neue Erlebnisse starten würden.
In Bangkok verbrachten wir lediglich zwei Nächte, um uns ans Klima (es war bei Ankunft ca. 28 Grad warm) und die asiatischen Gepflogenheiten zu gewöhnen, bevor die Ursprünglichkeit des Kontinentes entdeckt werden sollte.
Am Mittwoch, den 02.01.2008 startete unser Bus – welchen wir in der Khao San Road gebucht hatten – um 08.00 Uhr zur kambodschanischen Grenze nach Poipet. Der thailändische Linienbus war klimatisiert und angenehm. Der Grenzübertritt war ein echtes Erlebnis. Wir verbrachten Stunden mit Warten: zuerst auf unsere Visa, dann an der thailändischen Grenze zur Ausreise, danach an der kambodschanischen Grenze zur Einreise und am Schluss noch mal ca. 3 Stunden auf unseren Bus zur Weiterreise nach Siem Reap. Erst gegen 18.00 Uhr verließen wir das Grenzgebiet mit der Gewissheit weitere 5-6 Stunden Fahrt „genießen“ zu dürfen – Humor und absolute Gelassenheit sind die einzigen Hilfsmittel. Unser Hotel in Siem Reap war glücklicherweise bereits gebucht und man hatte uns schon erwartet – mitten in der Nacht um ca. 01.00 Uhr.
Siem Reap ist eine kleine Stadt, die zwischen ursprünglichem Asien und modernem Tourismus noch unschlüssig erscheint. Es finden sich sehr viele Beweise für die Öffnung Siem Reaps hin zu einer echten Touristenstadt. Auf der anderen Seite kann man noch überall das wirkliche Asien entdecken, welches mit Organisation und Struktur nichts zu tun hat. Dies mag wohl daran liegen, dass der Zustrom der Touristen in den vergangenen fünf Jahren explosionsartig zugenommen hat und die Infrastruktur nicht schnell genug mitwachsen konnte. In den Ruinen von Angkor verteilen sich die Touristen – was an der Größe des Areals mit ca. 26 km Umkreis liegen mag – und man findet noch Ruhe, um zwischen den alten Gemäuern die Atmosphäre von damals zu spüren. Es ist ratsam die bekanntesten Tempelanlagen wie Angkor Wat oder Angkor Thom antizyklisch zu besuchen und sich zu Hauptzeiten in den kleineren Anlagen wie Bayon, Bantey Srei oder Ta Prohm aufzuhalten. Je nach Interesse lassen sich mehrere Tage in den Tempeln zubringen und es findet sich immer Neues. Am besten mietet man sich ein Tuk-Tuk mit Fahrer, der einen den ganzen Tag durchs Gelände fährt und vor den Anlagen auf einen wartet. Der Preis liegt bei ca. 15 USD pro Tuk-Tuk für den Tag. Der Eintritt nach Angkor beträgt 20 USD pro Person für einen Tag, 30 USD für zwei und 40 USD für drei Tage.
Weitere interessante Ausflugsziele um Siem Reap sind der Phnom Kullen mit 30 m hohem Wasserfall, der zum Baden einlädt sowie den umliegenden Lingas (die Auffahrt ist nur bis 12.00 Uhr möglich, da die Straße einbahnig ist und ab 12.00 Uhr die Fahrzeuge wieder runter fahren) und natürlich der Tonle Sap mit seinen schwimmenden Dörfern und dem wunderschönen Sonnenuntergang. Um Siem Reap und dessen Umgebung ausgiebig genießen zu können, sollte man sich mindestens vier Nächte dort aufhalten.
Wir reisten am Sonntag, den 06.01.08 weiter nach Phnom Penh in die Hauptstadt und hatten uns für die Überfahrt mit dem Schnellboot auf dem Tonle Sap entschieden. Inklusive Transfer vom Hotel zur Schiffsablegestelle kostete die Fahrt 26 USD pro Person. Das Boot war extrem voll, sowohl mit Touristen (eine Gruppe von Niederländern saß direkt neben uns) als auch mit Einheimischen und es wurde wirklich eng. Kleiner Tipp: sobald ein Minibus am Hafen eintrifft, wollen die Einheimischen sofort mit dem Gepäck helfen – dieser „Service“ ist nicht umsonst und man erwartet ca. 2-3 USD pro Gepäckstück als Trinkgeld. Man konnte auf dem Dach des Bootes ebenfalls Platz nehmen und somit die frische Luft, den Fahrtwind und die Sonne genießen – Vorsicht: Sonnenbrandgefahr! Nach 5,5 Stunden erreichten wir die Hauptstadt Phnom Penh. Hier warteten schon sehr viele Tuk-Tuk, Moto und Taxifahrer, die einem den Transfer in die gebuchte oder eine mögliche Unterkunft anboten – Preis unbedingt aushandeln und nicht gleich mit 5 USD einverstanden sein, 2-3 USD sind für die meisten Entfernungen angemessen.
Die Hauptstadt hat viel mehr zu bieten als man denkt und daher sollten auch hier 2-3 Nächte eingeplant werden. Der Verkehr ist vom frühen Morgen bis in den späten Abend enorm und mit der Zeit muss man sich einfach an die vollen Straßen, das Hupen und die Anarchie der Fahrer gewöhnen – es scheint als gäbe es keinerlei Regeln. Dies haucht der Stadt ein quirliges Flair und Leben ein, von dem man sich einfach mitreisen lassen sollte. Zu besichtigen gibt es den River Front Park mit der wunderschönen Strandpromenade, den Königspalast, die Silberpagode, den Wat Phnom, das Tuol Sleng Museum, das Nationalmuseum, den Zentralmarkt, den Russenmarkt, den Nachtmarkt, die Killing Fields, Udong (alte Hauptstadt), Mekong Island und den Zoo. Für eine interessante Stadtrundfahrt eignet sich auch hier die Anmietung eines Tuk-Tuk für den ganzen Tag, wofür man ca. 15-20 USD einplanen sollte. Man kann innerhalb des Stadtgebietes alle Sehenswürdigkeiten anfahren und der Fahrer wartet bei Besichtigungen bis man wieder zurück ist. Kleiner Tipp: die Restaurants entlang des River Front Park sind für kambodschanische Verhältnisse relativ teuer, dennoch sollte man sich ein Abendessen mit dem umliegenden Flair einfach gönnen. Die Unterkünfte in Phnom Penh sind sehr vielseitig: man findet einfache Guesthouses zu wirklich günstigen Preisen in ausreichender Zahl ebenso wie 5-Sterne-Häuser mit europäischem Standard.
Man sollte sich auf keinen Fall einen Bummel über den Zentralmarkt entgehen lassen. Die ursprüngliche Einfachheit der Marktstände, die Freundlichkeit der Einheimischen, das Flair des quirligen Treibens und vor allem die Farbenpracht und die Gerüche werden nachhaltig beeindrucken – ruhig von den angebotenen Waren etwas kaufen und probieren, es lohnt sich! Bei etwas Verhandlungsgeschickt findet man Souvenirs für die ganze Familie zu günstigen Preisen.
Unser nächstes Reiseziel vom 08.01. bis 10.01. würde Banlung in der Provinz Rattanakiri sein. Die Fahrt dorthin mit dem 4WD Jeep und einem unerschrockenen, geübten Fahrer ist einzigartig. Nach ca. 7 Stunden vorbei an einheimischen Dörfern, dem Mekong, den Irrawaddy Delfinen von Kratie und entlang der Sandpiste auf den letzten 100 km wurde zu einem faszinierenden Erlebnis. Als wir zum ersten Mal am Ufer des Mekong standen, war das schon sehr beeindruckend – einer der bedeutendsten Wasserwege der Welt lag zu unseren Füßen. In Banlung (eine Stadt wie aus dem 18. Jahrhundert im Wilden Westen) angekommen, begeisterte uns die Unterkunft „Terres Rouge Lodge“ ungemein – eine tropische Oase mitten im staubigen Umfeld des Ortes. Die Optik und die Atmosphäre der Hotelanlage erinnerten an Filme aus dem 20ger Jahren. Man fühlte sich wie auf einer Zeitreise zurück in die damalige Zeit des ersten Wirtschaftsaufschwungs.
Die Umgebung von Banlung faszinierte uns durch die üppige Vegetation und die wunderschönen Ausblicke über die grünen Berghügel bis nach Laos. Der Wasserfall Cha Ong, der Yaclom Lake im erloschenen Krater und der Epomak Mountain mit seinem wunderschönen Sonnenuntergang sind nur wenige Highlights der vielfältigen Provinz.
Auf dem Weg hinunter in den Süden nach Sihanoukville zum anschließenden Badeaufenthalt mussten wir noch einmal eine Nacht in Phnom Penh einlegen. Die Strecke zieht sich von Banlung bis zum Golf von Thailand und ist an einem Tag nicht zu bewältigen. Bei dieser Gelegenheit testeten wir eines der zahlreichen Guesthouses und waren von dessen Sauberkeit und „Komfort“ positiv überrascht – für wenig Geld, nur 5 USD pro Nacht ohne Frühstück. Am nächsten Tag wartete die nächste Erfahrung auf uns: Fahrt mit dem einheimischen Linienbus nach Sihanoukville. Hierzu ist anzumerken, dass es wirklich eine sehr preiswerte Alternative zur Anmietung eines PKW mit Fahrer darstellt. Für nur ca. 4 USD bringt der Bus Einheimische und Touristen über die ca. 300 km lange Strecke. Die Fahrt dauert etwa 5 Stunden.
Sihanoukville ist eine lebendige übersichtliche Hafenstadt mit ausreichender Infrastruktur und sieben unterschiedlichsten teils kilometerlangen Stränden. Die Unterkünfte sind zahlreich und für jedes Budget findet sich die passende Schlafmöglichkeit. Die Restaurants am Strand bieten für Backpacker teils sehr einfache „accommodation free“, wenn man vorher hier zu Abend ist – wo gibt es so was sonst noch? Eigentlich unglaublich. Somit hat der Reisende die Wahl zwischen einfachen Mehrbettlagern bis hin zu nobelsten 5 Sterne Häusern mit europäischem Standard.
Die erste Nacht verbrachten wir in einem wunderschönen Guesthouse: wir hatten einen Bungalow mit Balkon und Blick über die gesamte Bucht von Sihanoukville. Der französische Besitzer des „Chez Claude“ betreibt zudem ein einmaliges Restaurant in einem Pfahlhaus auf dem Gipfel eines Hügels – das Erlebnis-Essen, der Ausblick und die Romantik sind fast nicht zu toppen! Wir waren fast jeden Abend dort.
Die restlichen Nächte wohnten wir im 5-Sterne Sokha Beach Resort – ein Hotel, welches jeglichen Wünschen entspricht. Die komfortable Ausstattung der Zimmer, das reichhaltige Frühstücksbuffet mit Meerblick, die weitläufige tropische Gartenanlage, die einzigartige Sand-Strandlage und vor allem die warme Herzlichkeit des Personals garantieren einen erholsamen Aufenthalt.
Die Umgebung von Sihanoukville bietet etwas für jeden Geschmack – den Sportbegeisterten genauso wie den Sonnenanbetern oder Kulturinteressierten. Ein Besuch auf dem Bokor Mountain, dem ehemaligen königlichen Vergnügungsviertel in ca. 1400 m Höhe ist ebenso interessant wie ein Ausflug nach Kep, der Cote d´Azur Südostasiens mit teils restaurierten französischen Kolonialvillen aus den 20ger Jahren des letzten Jahrhunderts – überall spürt man den Flair vergangener Zeiten. Bananaboot- und Jet-Ski Fahren sowie Tauchen sind nur drei der unzähligen Sportarten, die am Strand, in den Hotels und in der Stadt angeboten werden. Die Restaurants bieten eine kulinarische Vielfalt, die keine Wünsche offen lässt und von einheimischen Khmer-Gerichten über Seafood-Variationen bis hin zu europäisch anmutenden Köstlichkeiten reicht. Wir waren von einer derartigen Auswahl und Qualität positiv überrascht.
Wer abends Abwechslung und Unterhaltung sucht, findet zahlreiche Kneipen, Cafés und Diskotheken, die bis in die frühen Morgenstunden (teils direkt am Strand) ihre internationalen Gäste bewirten. Die Nacht in Sihanoukville lebt ebenso wie der Tag!
Nach wenigen Tagen in der Strandregion hieß es Abschied nehmen von einem großartigen Land. Mit dem ersten Schnellboot fuhren wir ab Sihanoukville vorbei an ehemaligen Pirateninseln entlang der Küste bis nach Koh Kong. Von dort brachte uns ein Pick-up zur thailändischen Grenze. Nach dem üblichen Prozedere konnten wir in einem Minivan die Fahrt nach Trat (Linienbusendhaltestelle Thailand) antreten, von wo aus uns ein Linienbus gegen wenig Geld nur 3 Euro in die City von Bangkok brachte. Die Fahrt dauerte über 5 Stunden. Nach einer letzten Nacht in Asien, bestiegen wir gegen Mittag unsere Maschine zurück ins kalte Deutschland.
Die Reise war ein unvergessliches Erlebnis und dafür bedanken wir uns bei ASIATA-Reisen. Sie haben es problemlos verstanden, unsere individuellen Bedürfnisse auf der Tour zu erfüllen. Die gebotene Erlebnis-Rundreise mit der persönlichen Begleitung ermöglichte uns einen tiefen Einblick in die Gepflogenheiten des Landes und die Lebensweise der Einheimischen. Wir können Kambodscha als Reiseziel nur empfehlen – solange es noch nicht vom Massentourismus heimgesucht wird.
In Bangkok verbrachten wir lediglich zwei Nächte, um uns ans Klima (es war bei Ankunft ca. 28 Grad warm) und die asiatischen Gepflogenheiten zu gewöhnen, bevor die Ursprünglichkeit des Kontinentes entdeckt werden sollte.
Am Mittwoch, den 02.01.2008 startete unser Bus – welchen wir in der Khao San Road gebucht hatten – um 08.00 Uhr zur kambodschanischen Grenze nach Poipet. Der thailändische Linienbus war klimatisiert und angenehm. Der Grenzübertritt war ein echtes Erlebnis. Wir verbrachten Stunden mit Warten: zuerst auf unsere Visa, dann an der thailändischen Grenze zur Ausreise, danach an der kambodschanischen Grenze zur Einreise und am Schluss noch mal ca. 3 Stunden auf unseren Bus zur Weiterreise nach Siem Reap. Erst gegen 18.00 Uhr verließen wir das Grenzgebiet mit der Gewissheit weitere 5-6 Stunden Fahrt „genießen“ zu dürfen – Humor und absolute Gelassenheit sind die einzigen Hilfsmittel. Unser Hotel in Siem Reap war glücklicherweise bereits gebucht und man hatte uns schon erwartet – mitten in der Nacht um ca. 01.00 Uhr.
Siem Reap ist eine kleine Stadt, die zwischen ursprünglichem Asien und modernem Tourismus noch unschlüssig erscheint. Es finden sich sehr viele Beweise für die Öffnung Siem Reaps hin zu einer echten Touristenstadt. Auf der anderen Seite kann man noch überall das wirkliche Asien entdecken, welches mit Organisation und Struktur nichts zu tun hat. Dies mag wohl daran liegen, dass der Zustrom der Touristen in den vergangenen fünf Jahren explosionsartig zugenommen hat und die Infrastruktur nicht schnell genug mitwachsen konnte. In den Ruinen von Angkor verteilen sich die Touristen – was an der Größe des Areals mit ca. 26 km Umkreis liegen mag – und man findet noch Ruhe, um zwischen den alten Gemäuern die Atmosphäre von damals zu spüren. Es ist ratsam die bekanntesten Tempelanlagen wie Angkor Wat oder Angkor Thom antizyklisch zu besuchen und sich zu Hauptzeiten in den kleineren Anlagen wie Bayon, Bantey Srei oder Ta Prohm aufzuhalten. Je nach Interesse lassen sich mehrere Tage in den Tempeln zubringen und es findet sich immer Neues. Am besten mietet man sich ein Tuk-Tuk mit Fahrer, der einen den ganzen Tag durchs Gelände fährt und vor den Anlagen auf einen wartet. Der Preis liegt bei ca. 15 USD pro Tuk-Tuk für den Tag. Der Eintritt nach Angkor beträgt 20 USD pro Person für einen Tag, 30 USD für zwei und 40 USD für drei Tage.
Weitere interessante Ausflugsziele um Siem Reap sind der Phnom Kullen mit 30 m hohem Wasserfall, der zum Baden einlädt sowie den umliegenden Lingas (die Auffahrt ist nur bis 12.00 Uhr möglich, da die Straße einbahnig ist und ab 12.00 Uhr die Fahrzeuge wieder runter fahren) und natürlich der Tonle Sap mit seinen schwimmenden Dörfern und dem wunderschönen Sonnenuntergang. Um Siem Reap und dessen Umgebung ausgiebig genießen zu können, sollte man sich mindestens vier Nächte dort aufhalten.
Wir reisten am Sonntag, den 06.01.08 weiter nach Phnom Penh in die Hauptstadt und hatten uns für die Überfahrt mit dem Schnellboot auf dem Tonle Sap entschieden. Inklusive Transfer vom Hotel zur Schiffsablegestelle kostete die Fahrt 26 USD pro Person. Das Boot war extrem voll, sowohl mit Touristen (eine Gruppe von Niederländern saß direkt neben uns) als auch mit Einheimischen und es wurde wirklich eng. Kleiner Tipp: sobald ein Minibus am Hafen eintrifft, wollen die Einheimischen sofort mit dem Gepäck helfen – dieser „Service“ ist nicht umsonst und man erwartet ca. 2-3 USD pro Gepäckstück als Trinkgeld. Man konnte auf dem Dach des Bootes ebenfalls Platz nehmen und somit die frische Luft, den Fahrtwind und die Sonne genießen – Vorsicht: Sonnenbrandgefahr! Nach 5,5 Stunden erreichten wir die Hauptstadt Phnom Penh. Hier warteten schon sehr viele Tuk-Tuk, Moto und Taxifahrer, die einem den Transfer in die gebuchte oder eine mögliche Unterkunft anboten – Preis unbedingt aushandeln und nicht gleich mit 5 USD einverstanden sein, 2-3 USD sind für die meisten Entfernungen angemessen.
Die Hauptstadt hat viel mehr zu bieten als man denkt und daher sollten auch hier 2-3 Nächte eingeplant werden. Der Verkehr ist vom frühen Morgen bis in den späten Abend enorm und mit der Zeit muss man sich einfach an die vollen Straßen, das Hupen und die Anarchie der Fahrer gewöhnen – es scheint als gäbe es keinerlei Regeln. Dies haucht der Stadt ein quirliges Flair und Leben ein, von dem man sich einfach mitreisen lassen sollte. Zu besichtigen gibt es den River Front Park mit der wunderschönen Strandpromenade, den Königspalast, die Silberpagode, den Wat Phnom, das Tuol Sleng Museum, das Nationalmuseum, den Zentralmarkt, den Russenmarkt, den Nachtmarkt, die Killing Fields, Udong (alte Hauptstadt), Mekong Island und den Zoo. Für eine interessante Stadtrundfahrt eignet sich auch hier die Anmietung eines Tuk-Tuk für den ganzen Tag, wofür man ca. 15-20 USD einplanen sollte. Man kann innerhalb des Stadtgebietes alle Sehenswürdigkeiten anfahren und der Fahrer wartet bei Besichtigungen bis man wieder zurück ist. Kleiner Tipp: die Restaurants entlang des River Front Park sind für kambodschanische Verhältnisse relativ teuer, dennoch sollte man sich ein Abendessen mit dem umliegenden Flair einfach gönnen. Die Unterkünfte in Phnom Penh sind sehr vielseitig: man findet einfache Guesthouses zu wirklich günstigen Preisen in ausreichender Zahl ebenso wie 5-Sterne-Häuser mit europäischem Standard.
Man sollte sich auf keinen Fall einen Bummel über den Zentralmarkt entgehen lassen. Die ursprüngliche Einfachheit der Marktstände, die Freundlichkeit der Einheimischen, das Flair des quirligen Treibens und vor allem die Farbenpracht und die Gerüche werden nachhaltig beeindrucken – ruhig von den angebotenen Waren etwas kaufen und probieren, es lohnt sich! Bei etwas Verhandlungsgeschickt findet man Souvenirs für die ganze Familie zu günstigen Preisen.
Unser nächstes Reiseziel vom 08.01. bis 10.01. würde Banlung in der Provinz Rattanakiri sein. Die Fahrt dorthin mit dem 4WD Jeep und einem unerschrockenen, geübten Fahrer ist einzigartig. Nach ca. 7 Stunden vorbei an einheimischen Dörfern, dem Mekong, den Irrawaddy Delfinen von Kratie und entlang der Sandpiste auf den letzten 100 km wurde zu einem faszinierenden Erlebnis. Als wir zum ersten Mal am Ufer des Mekong standen, war das schon sehr beeindruckend – einer der bedeutendsten Wasserwege der Welt lag zu unseren Füßen. In Banlung (eine Stadt wie aus dem 18. Jahrhundert im Wilden Westen) angekommen, begeisterte uns die Unterkunft „Terres Rouge Lodge“ ungemein – eine tropische Oase mitten im staubigen Umfeld des Ortes. Die Optik und die Atmosphäre der Hotelanlage erinnerten an Filme aus dem 20ger Jahren. Man fühlte sich wie auf einer Zeitreise zurück in die damalige Zeit des ersten Wirtschaftsaufschwungs.
Die Umgebung von Banlung faszinierte uns durch die üppige Vegetation und die wunderschönen Ausblicke über die grünen Berghügel bis nach Laos. Der Wasserfall Cha Ong, der Yaclom Lake im erloschenen Krater und der Epomak Mountain mit seinem wunderschönen Sonnenuntergang sind nur wenige Highlights der vielfältigen Provinz.
Auf dem Weg hinunter in den Süden nach Sihanoukville zum anschließenden Badeaufenthalt mussten wir noch einmal eine Nacht in Phnom Penh einlegen. Die Strecke zieht sich von Banlung bis zum Golf von Thailand und ist an einem Tag nicht zu bewältigen. Bei dieser Gelegenheit testeten wir eines der zahlreichen Guesthouses und waren von dessen Sauberkeit und „Komfort“ positiv überrascht – für wenig Geld, nur 5 USD pro Nacht ohne Frühstück. Am nächsten Tag wartete die nächste Erfahrung auf uns: Fahrt mit dem einheimischen Linienbus nach Sihanoukville. Hierzu ist anzumerken, dass es wirklich eine sehr preiswerte Alternative zur Anmietung eines PKW mit Fahrer darstellt. Für nur ca. 4 USD bringt der Bus Einheimische und Touristen über die ca. 300 km lange Strecke. Die Fahrt dauert etwa 5 Stunden.
Sihanoukville ist eine lebendige übersichtliche Hafenstadt mit ausreichender Infrastruktur und sieben unterschiedlichsten teils kilometerlangen Stränden. Die Unterkünfte sind zahlreich und für jedes Budget findet sich die passende Schlafmöglichkeit. Die Restaurants am Strand bieten für Backpacker teils sehr einfache „accommodation free“, wenn man vorher hier zu Abend ist – wo gibt es so was sonst noch? Eigentlich unglaublich. Somit hat der Reisende die Wahl zwischen einfachen Mehrbettlagern bis hin zu nobelsten 5 Sterne Häusern mit europäischem Standard.
Die erste Nacht verbrachten wir in einem wunderschönen Guesthouse: wir hatten einen Bungalow mit Balkon und Blick über die gesamte Bucht von Sihanoukville. Der französische Besitzer des „Chez Claude“ betreibt zudem ein einmaliges Restaurant in einem Pfahlhaus auf dem Gipfel eines Hügels – das Erlebnis-Essen, der Ausblick und die Romantik sind fast nicht zu toppen! Wir waren fast jeden Abend dort.
Die restlichen Nächte wohnten wir im 5-Sterne Sokha Beach Resort – ein Hotel, welches jeglichen Wünschen entspricht. Die komfortable Ausstattung der Zimmer, das reichhaltige Frühstücksbuffet mit Meerblick, die weitläufige tropische Gartenanlage, die einzigartige Sand-Strandlage und vor allem die warme Herzlichkeit des Personals garantieren einen erholsamen Aufenthalt.
Die Umgebung von Sihanoukville bietet etwas für jeden Geschmack – den Sportbegeisterten genauso wie den Sonnenanbetern oder Kulturinteressierten. Ein Besuch auf dem Bokor Mountain, dem ehemaligen königlichen Vergnügungsviertel in ca. 1400 m Höhe ist ebenso interessant wie ein Ausflug nach Kep, der Cote d´Azur Südostasiens mit teils restaurierten französischen Kolonialvillen aus den 20ger Jahren des letzten Jahrhunderts – überall spürt man den Flair vergangener Zeiten. Bananaboot- und Jet-Ski Fahren sowie Tauchen sind nur drei der unzähligen Sportarten, die am Strand, in den Hotels und in der Stadt angeboten werden. Die Restaurants bieten eine kulinarische Vielfalt, die keine Wünsche offen lässt und von einheimischen Khmer-Gerichten über Seafood-Variationen bis hin zu europäisch anmutenden Köstlichkeiten reicht. Wir waren von einer derartigen Auswahl und Qualität positiv überrascht.
Wer abends Abwechslung und Unterhaltung sucht, findet zahlreiche Kneipen, Cafés und Diskotheken, die bis in die frühen Morgenstunden (teils direkt am Strand) ihre internationalen Gäste bewirten. Die Nacht in Sihanoukville lebt ebenso wie der Tag!
Nach wenigen Tagen in der Strandregion hieß es Abschied nehmen von einem großartigen Land. Mit dem ersten Schnellboot fuhren wir ab Sihanoukville vorbei an ehemaligen Pirateninseln entlang der Küste bis nach Koh Kong. Von dort brachte uns ein Pick-up zur thailändischen Grenze. Nach dem üblichen Prozedere konnten wir in einem Minivan die Fahrt nach Trat (Linienbusendhaltestelle Thailand) antreten, von wo aus uns ein Linienbus gegen wenig Geld nur 3 Euro in die City von Bangkok brachte. Die Fahrt dauerte über 5 Stunden. Nach einer letzten Nacht in Asien, bestiegen wir gegen Mittag unsere Maschine zurück ins kalte Deutschland.
Die Reise war ein unvergessliches Erlebnis und dafür bedanken wir uns bei ASIATA-Reisen. Sie haben es problemlos verstanden, unsere individuellen Bedürfnisse auf der Tour zu erfüllen. Die gebotene Erlebnis-Rundreise mit der persönlichen Begleitung ermöglichte uns einen tiefen Einblick in die Gepflogenheiten des Landes und die Lebensweise der Einheimischen. Wir können Kambodscha als Reiseziel nur empfehlen – solange es noch nicht vom Massentourismus heimgesucht wird.
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